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Bartagame krank? Jetzt selbst auf Parasiten untersuchen. Auch praktisch vor der nächsten Winterruhe!


Fragen zu Stellplatz, Vergesellschaftung und Fütterung

Für Anfänger im Bereich Bartagamen - Eure Einsteigerfragen

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Fortresca
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Fragen zu Stellplatz, Vergesellschaftung und Fütterung

Beitrag von Fortresca »

Hallo,

bereits 2007 habe ich mich hier angemeldet und schon etwas schlauer gelesen. Seitdem ist selbstverständlich viel Zeit vergangen. Ich hab mein abi, bin an Studieren, bin in eine eigene Wohnung gezogen... Nicht geändert hat sich: Ich find Bartis toll.

Mein Freund und ich überlegen nun, uns wirklich Bartis zu holen. Die ganze Überlegung steckt noch in den Kinderschuhen. aber ich habe mich an dieses Forum erinenrt und dachte, es wäre eine gute Idee, hier gleich von Anfang an Rat zu erfragen.

Derzeit schwirrt mein Kopf vor technischen daten/Überlegungen, deshalb ein paar andere, einfachere Fragen hier an euch, die bisher etwas untergegangen sind. Wenn es dafür andere Web-Seiten gibt, tuts mir leid, dass ich mir das noch nicht selbst angelesen habe.



Bisher sieht der Wunsch/die Idee wie folgt aus:
Platz für das Terra wäre im Wohnzimmer (Fenster im Westen), entweder ab Süd- oder Ostwand
Alternative: Schlafzimmer (Dachschrägenfenster, sodass direktes Sonnenlicht einfallen kann) unter den Nord-Fenstern
Was wäre sinnvoller?

Gewünscht wären eher zwei Bartis als eine einzelne, drei fänden wir aber zu viel. Genaue Gattung ist noch nicht festgelegt. Gibt es "Anfängerarten"?

Auch Geschlecht(er) sind noch nicht festgelegt, wobei ich, glaub ich, nicht regelmäßig Eier wegschmeißen will... (psychologischer Aspekt des Barti-Babys töten und züchten wollen wir nicht, mal sehen, was daraus wird, vllt könnte man sich ja dran gewöhnen) Gibt es "Anfängerkonstellationen"?

Die aufwendbare Zeit variiert sehr von Tag zu Tag. Fest Fütterungszeiten sind zwar möglich, aber das Menschen-TV für die Bartis bzw. die Beschäftigungsmöglichkeit variiert stark (Uni hat halt keine festen "Arbeitszeiten") Stellt das ein Problem dar?

Wir hätten schon gern Jungtiere/Babys, um sie aufwachsen zu sehen. Ist das als Anfänger sinnvoll?

Zur Herkunft der Tiere sind wir auch noch nicht sicher. Es gibt hier eine sehr ordentliche Tierhandlung, was die Bartis angeht (soweit ich das beurteilen kann). Ich hab aber Hemmungen, sowas zu unterstützen und überlege, mich nicht lieber über Züchter zu informieren. Woran erkenne ich denn einen guten Züchter?

Fütterung ist kein Problem. Zum einen kenn ich es ja schon. Mein Freund denkt auch, dass es für ihn kein Problem wäre. Beschaffung des Futters ist an sich kein Problem. Gemüse kann in einem Schub mit dem für die schon vorhandenen Meerschweinchen gekauft werden (ist ja auch nicht viel mehr), für Lebendiges ist, wie angedeutet, eine entsprechend ausgestattete Zoohandlich in der Nähe.


Tja, das wärs soweit (erstmal), was mir bsiher aufgegangen ist. Was muss noch beachtet werden? Ist ein No-go dabei, dei dem man sich Bartis lieber aus dem Kopf schlagen sollte?

Der Einzug der Bartis ist übrigens frühestens gegen Ende des Jahres geplant. Aber es soll ja keine bösen Überraschungen für uns und die neuen Mitbewohner geben. Und zu früh kann man sowas ja fast nicht organisieren ;)

viele liebe Grüße & Danke schonmal für jede Hilfe,
Fortresca
Zuletzt geändert von Fortresca am 29.06.2011, 11:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Gunman
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Re: Früh grübelt, wer ein guter Barti-Halter werden will...

Beitrag von Gunman »

Hallo zurück,
erstmal muss ich sagen, dass es sehr schön ist das ihr euch vorher genau informiert um gut vorbereitet zu sein.. :up:
Zu deinen Fragen.
Fortresca hat geschrieben: ... Platz für das Terra wäre im Wohnzimmer (Fenster im Westen), entweder ab Süd- oder Ostwand
Alternative: Schlafzimmer (Dachschrägenfenster, sodass direktes Sonnenlicht einfallen kann) unter den Nord-Fenstern
Was wäre sinnvoller?
Das Wohnzimmer.Das Sonnenlicht nützt dir nichts, da das Glas des Terras einen großen Bereich des UV-Spektrums filtert.
Außerdem würdest du dir ein Problem mit der Temperatur schaffen, denn gerade jetzt ist es oftmals sehr warm im Terrarium, das würde zusätzliches Sonnelicht nur verstärken.
Fortresca hat geschrieben: Gewünscht wären eher zwei Bartis als eine einzelne, drei fänden wir aber zu viel. Genaue Gattung ist noch nicht festgelegt. Gibt es "Anfängerarten"?
Am meisten verbreitet ist die Pogona vitticeps.Nicht ganz so oft wird die Pogona Henrylawsoni gehalten.
Fortresca hat geschrieben: Auch Geschlecht(er) sind noch nicht festgelegt, ... Gibt es "Anfängerkonstellationen"?
Bei einer Einzelhaltung ist das Geschlecht nicht wichtig.
Bei einer Vergesellschaftung solltet ihr 1.2 also ein männliches und zwei weibliche Tiere nehmen.
Allerdings ist die Geschlechtsbestimmung gerade bei jungen Tieren nicht immer richtig.Daher sollte ihr erstmal mit einer Bartagame beginnen und wenn das Geschlecht dann feststeht könnt ihr ja später dem entsprechend
vergesellschaften.
Fortresca hat geschrieben: Die aufwendbare Zeit variiert sehr von Tag zu Tag ... Beschäftigungsmöglichkeit variiert stark Stellt das ein Problem dar?
Nein. Solange die Tiere täglich versorgt werden können ist der Zeitpunkt egal, wenn es nicht gerade in der Ruhephase ist. :wink:
Fortresca hat geschrieben: Wir hätten schon gern Jungtiere/Babys, um sie aufwachsen zu sehen. Ist das als Anfänger sinnvoll?
Wenn ihr euch genügend Fachwissen aneignet und die Unterkunft den Bedürfnissen der Bartagame entspricht, gibt es keinen Grund warum man sich kein Jungtier anschaffen sollte.
Fortresca hat geschrieben: ... Es gibt hier eine sehr ordentliche Tierhandlung, was die Bartis angeht (soweit ich das beurteilen kann). Ich hab aber Hemmungen, sowas zu unterstützen und überlege, mich nicht lieber über Züchter zu informieren. Woran erkenne ich denn einen guten Züchter?
Grundsätzlich wäre zu sagen, das die Jungtiere im Tierladen auch von einem "Züchter" stammen.Allerdings sind das dann wohl keine besonders guten, denn ein guter Züchter inseriert seine Tiere schon vor dem Schlupf um festzustellen wie hoch die Nachfrage ist und inkubiert auch nur so viele Eier für die er dann Abnehmer hat.
Einen guten Züchter erkennt man an seiner Einstellung und seinen Haltungsbedingungen.
Du kannst da folgendes beachten:
1. Er sollte dir nie ein Tier anbieten, dass nicht mindestens 8 Wochen alt ist.(viele geben ihre Nachzucht sogar erst mit 10-12 Wochen ab)
2. Er sollte dir anhand von Unterlagen beweisen können, dass das Tier vom TA gesichtet wurde und eine Kotprobe untersucht wurde.
3. Dia Haltung muss stimmen.Alle Tiere müssen in geeigneten Terrarien untergebracht sein die groß genug, ordentlich eingerichtet, richtig beleuchtet und sauber sind.
Fortresca hat geschrieben: Ist ein No-go dabei, dei dem man sich Bartis lieber aus dem Kopf schlagen sollte?
Solange der nötige Platz,die Zeit und die finanziellen Mittel vorhanden sind um die Tiere ordentlich zu versorgen und unterzubringen sehe ich da nichts was dagegen spricht. :wink:
Gruß Gunman
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WIR haben uns die Tiere nach Hause geholt, also sollten WIR sie auch bestmöglichst versorgen!
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Fortresca
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Re: Früh grübelt, wer ein guter Barti-Halter werden will...

Beitrag von Fortresca »

Hallo und danke für die prompte Antwort :)

Ein paar Sachen sind schonmal klarer... ein paar Sachen hätt ich aber noch, wenn sie vllt. auch erstmal doof wirken :oops:
Gunman hat geschrieben:Hallo zurück,
erstmal muss ich sagen, dass es sehr schön ist das ihr euch vorher genau informiert um gut vorbereitet zu sein.. :up:
Danke :)
Na, wenn man das schon plant, dann sollen wenigstens ein paar typischen Anfängerfehler vermieden werden, falls es sowas gibt. Und Tiere holen und dann feststellen,d ass es nicht klappt, sie wieder vermitteln müssen... das muss man keinem antun - weder den Tieren, noch einem selbst.
Gunman hat geschrieben:
Fortresca hat geschrieben: ... Platz für das Terra wäre im Wohnzimmer (Fenster im Westen), entweder ab Süd- oder Ostwand
Alternative: Schlafzimmer (Dachschrägenfenster, sodass direktes Sonnenlicht einfallen kann) unter den Nord-Fenstern
Was wäre sinnvoller?
Das Wohnzimmer.Das Sonnenlicht nützt dir nichts, da das Glas des Terras einen großen Bereich des UV-Spektrums filtert.
Außerdem würdest du dir ein Problem mit der Temperatur schaffen, denn gerade jetzt ist es oftmals sehr warm im Terrarium, das würde zusätzliches Sonnelicht nur verstärken.
Ah, ok, sorry, vllt wurde nicht klar, dass im Wohnzimmer an einer der beiden Stellen (wennman den Rest nich zu sehr umräumen würde) auch direktes Sonnenlicht wäre. Aber wenn den Bartis das egal ist... dann wird der Punkt von der Liste gestrichen ;)

Nur das mit den Temperaturen macht mir jetzt etwas Sorgen. Gerade das Westzimmer bekommt ja Nachmittags/Abends viel Sonne und somit Hitze ab. Es sind zwar im somemr dauerhaft die Fenster gekipt, aber langt das?
Dann wäre zumindest eher der Platz ohne direktes Sonnenlicht besser, versteh ich das richtig?

Gunman hat geschrieben:
Fortresca hat geschrieben: Auch Geschlecht(er) sind noch nicht festgelegt, ... Gibt es "Anfängerkonstellationen"?
Bei einer Einzelhaltung ist das Geschlecht nicht wichtig.
Bei einer Vergesellschaftung solltet ihr 1.2 also ein männliches und zwei weibliche Tiere nehmen.
Allerdings ist die Geschlechtsbestimmung gerade bei jungen Tieren nicht immer richtig.Daher sollte ihr erstmal mit einer Bartagame beginnen und wenn das Geschlecht dann feststeht könnt ihr ja später dem entsprechend
vergesellschaften.
Ein Duo ist also utopisch? Wenn, dann ein einzeltier oder ein Trio?
Das verwirrt mich etwas, denn als ich 2007 die Pflege-Bartis zu Besuch hatte, war es eine 1.1-Konstellation.
Ein Gedanke gegen die Einzelhaltung war bei uns,d ass dem einen Tier vermutlich langweilig würde. wir haben zwar auch Katzen, aber das ist wohl kaum eine Tierkombination, die etwas miteinander anfangen könnte. Naja, die Katzen mit dem warmen Terra, aber sonst...

Gunman hat geschrieben:
Fortresca hat geschrieben: Ist ein No-go dabei, dei dem man sich Bartis lieber aus dem Kopf schlagen sollte?
Solange der nötige Platz,die Zeit und die finanziellen Mittel vorhanden sind um die Tiere ordentlich zu versorgen und unterzubringen sehe ich da nichts was dagegen spricht. :wink:
Platz ist da, Zeit auch (nur eben nicht jeden Tag so viel...), am Durchrechnen sind wir noch. Laufende Kosten müssten problemlos sein, die Rechnerei bezieht sich eigentlich nur noch auf die Anschaffungskosten (Material, Größe, evtl Unterbau etc etc... das ist ja ein Fass ohne Boden ;) )
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Gunman
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Re: Früh grübelt, wer ein guter Barti-Halter werden will...

Beitrag von Gunman »

Hallo,
Fortresca hat geschrieben: ... ein paar Sachen hätt ich aber noch, wenn sie vllt. auch erstmal doof wirken ...
Das Forum ist für Fragen da und doof wird es erst, wenn man sich die Tiere schon angeschafft hat und erst hinterher fragt.
Fortresca hat geschrieben: ... Es sind zwar im somemr dauerhaft die Fenster gekipt, aber langt das?
Dann wäre zumindest eher der Platz ohne direktes Sonnenlicht besser, versteh ich das richtig?
Ja das verstehst du richtig. :wink:
Das Tagelicht musst du sowieso mit Leuchtmitteln nachstellen, denn das was vom Fenster in das Terrarium scheint, reicht den heliophilen Bartagamen nicht.Auch die UVB-Beleuchtung bekommst du nur über geeignete Lampen.
Es würde wie gesagt nur dazu führen das sich das Terrarium übermäßig aufheizt, was du dann nicht regulieren kannst.
Wenn du immer für Frischluft im Zimmer sorgst ist das schon ausreichend.
Mit erhöhten Zimmertemperaturen haben wir momentan alle zu kämpfen.
Aber bei einer ausreichenden Be-und Entlüftung des Terras und der Schaffunng eines Schattenplatzes als Rückzugsmöglichkeit für die Tiere, sollte das alles kein Problem sein.
Fortresca hat geschrieben: Ein Duo ist also utopisch? Wenn, dann ein einzeltier oder ein Trio?
Das verwirrt mich etwas, denn als ich 2007 die Pflege-Bartis zu Besuch hatte, war es eine 1.1-Konstellation.
Ein Duo ist nicht utopisch.
Du kannst natürlich 0.2 halten. ... wieso hab ich das nicht schon vorhin erzählt? :wallb:
Da kannst du auch getrost die Eier verwerfen, da sie unbefruchtet sind.
Zur 1.1 Haltung wäre zu sagen dass es bei den Bartagamen gerade nach der Winterruhe oftmals recht heftig bei der Paarung zugeht, gerade in Hinsicht auf die Häufigkeit.
Das kann beim Weibchen zu Stress führen im schlimmsten Fall zu einer Legenot wenn sie keine Ruhe findet.
Daher empfiehlt es sich ein zweites Weibchen mit zu vergesellschaften um die Sache etwas "aufzuteilen". :wink:
Fortresca hat geschrieben: Ein Gedanke gegen die Einzelhaltung war bei uns,d ass dem einen Tier vermutlich langweilig würde.
Bartagamen sind von Haus aus Einzelgänger und kommen im natürlichen Habitat nur zur Paarung zueinander.
Von daher ist eine Einzelhaltung unproblematisch.
Persönlich halte ich ja auch 1.0 und er ist den ganzen Tag beschäftigt.
Er klettert, gräbt, schaut den Zweibeinern zu, verteilt sein Futter im Terrarium, macht "Arschbombe" vom Sonnenplatz in den Golliwoog usw.
Der hat gut zu tun. :lol:
Fortresca hat geschrieben: Laufende Kosten müssten problemlos sein, die Rechnerei bezieht sich eigentlich nur noch auf die Anschaffungskosten (Material, Größe, evtl Unterbau etc etc... das ist ja ein Fass ohne Boden ;) )
Bedenkt bitte noch den Kostenfaktor Tierarzt.
Es ist wie mit einer Versicherung.Man hofft das man es nie in Anspruch nehmen muss, aber wenn der Fall eintritt ist es gut wenn man dafür Geld zurückgelegt hat.
Auch ein Quarantäneterrarium solltet ihr noch in eure Rechnung mit einbeziehen.
Es braucht ja keine Einrichtung und die Beleuchtung muss auch nicht so üppig ausfallen, da es ja nur für einen Übergangszeitraum ist.
Aber ihr braucht es schon zu Anfang wenn ihr euch das/die Tier/e holt, denn bevor nicht eine negative Kotprobe nach dem Umzug vorliegt kann man die Tiere nicht in das Hauptterrarium einsetzen.
Außerdem sollte ein zweites Terrarium immer vorhanden sein um eine Quarantäne einzurichten, falls ein späterer Parasitenbefall eintritt oder um bei Problemen einer eventuellen Vergesellschaftng separieren zu können.
Wie du schon geschrieben hast die Bartagamenpflege ist stellenweise ein Fass ohne Boden, aber man sollte sich dadurch nicht entmutigen lassen. :wink:
Zuletzt geändert von Gunman am 29.06.2011, 16:53, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Früh grübelt, wer ein guter Barti-Halter werden will...

Beitrag von Fortresca »

Und nochmal Hallo
Gunman hat geschrieben: Ein Duo ist nicht utopisch.
Du kannst natürlich 0.2 halten. ... wieso hab ich das nicht schon vorhin erzählt? :wallb:
Da kannst du auch getrost die Eier verwerfen, da sie unbefruchtet sind.
Zur 1.1 Haltung wäre zu sagen dass es bei den Bartagamen gerade nach der Winterruhe oftmals recht heftig bei der Paarung zugeht, gerade in Hinsicht auf die Häufigkeit.
Das kann beim Weibchen zu Stress führen im schlimmsten Fall zu einer Legenot wenn sie keine Ruhe findet.
Daher empfiehlt es sich ein zweites Weibchen mit zu vergesellschaften um die Sache etwas "aufzuteilen". :wink:
2.0 ist also ausgeschlossen, klar soweit.
0.2 ist möglich - Sinnvoll nach Sozialverhalten? Evtl Hormonprobleme?
Ich halte ja bisher Maerschweinchen und Katzen. Von Meeris ist zB Bekannt, dass reine Weibchenhaltung zu Eierstockzysten führen kann. Klar sind Nager etwas anderes als Reptilien, aber... man will ja auchlangfristig alles bedenken
1.1 evtl möglich, wenn man ein eher ruhigen Männlein erwischt?
1.2 und 1.0 bzw 0.1 ideal. Puh, 1.2 braucht natürlich viel Platz, das muss man nochmal durchdenken, ob das vllt auch möglich wäre.

Gunman hat geschrieben:Bedenkt bitte noch den Kostenfaktor Tierarzt.
Es ist wie mit einer Versicherung.Man hofft das man es nie in Anspruch nehmen muss, aber wenn der Fall eintritt ist es gut wenn man dafür Geld zurückgelegt hat.
Wie geschrieben, habe ich Katzen - ein entsprechendes Poster ist da und der Betrag, der monatlich für die Tiere zur Seite gelegt wird, soll entsprechend erhöht werden. Gibt es da einen Richtwert? Regelmäßige Untersuchungen zB, über die hinaus man finanzieren muss? Ich denke an Wurmkur und Impfung bei den Katzen zB...
Zwei TAs aus der Liste hier im Forum sind in erreichbarer Entfernung, das hab ich schon gecheckt. Auch meine bsiherige TA traut sich Bartis zu und hat wohl schon Besitzer als "Kunden".

Gunman hat geschrieben:Auch ein Quarantäneterrarium solltet ihr noch in eure Rechnung mit einbeziehen.
Es braucht ja keine Einrichtung und die Beleuchtung muss auch nicht so üppig ausfallen, da es ja nur für einen Übergangszeitraum ist.
Aber ihr braucht es schon zu Anfang wenn ihr euch das/die Tier/e holt, denn bevor nicht eine negative Kotprobe nach dem Umzug vorliegt kann man die Tiere nicht in das Hauptterrarium einsetzen.
Außerdem sollte ein zweites Terrarium immer vorhanden sein um eine Quarantäne einzurichten, falls ein späterer Parasitenbefall eintritt oder um bei Problemen einer eventuellen Vergesellschaftng separieren zu können.
Danke für den Tipp, auf die Idee sind wir noch nicht gekommen. Wäre hier ein ehemaliges Aquarium nötig? Sonst ist das ja nochmal ein erheblicher Kostenfaktor.

Gunman hat geschrieben:Wie du schon geschrieben hast die Bartagamenpflege ist stellenweise ein Fass ohne Boden, aber man sollte sich dadurch nicht entmutigen lassen. :wink:
Ach, schafft man sich die Tierchen nicht auch wen bischen an, um sie dann verwöhnen zu können? ;)
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Re: Früh grübelt, wer ein guter Barti-Halter werden will...

Beitrag von Gunman »

Und nochmal Hallo zurück,:wink:
Fortresca hat geschrieben: ... 0.2 ist möglich - Sinnvoll nach Sozialverhalten? Evtl Hormonprobleme? ...
Vom Sozialverhalten her sicherlich sehr sinnvoll, da Weibchen weniger renitent und selten so dominant wie ihre männlichen Kollegen sind.
Hormonprobleme kann man nie ausschließen, aber bei einer Haltung von 0.2 sind sie wohl geringer als bei 1.2, da ein männliches Tier die Weibchen oftmals zur Eiablage anregt.
Fortresca hat geschrieben: 1.1 evtl möglich, wenn man ein eher ruhigen Männlein erwischt?
Möglich ist es aber es gibt wohl niemanden der den Charakter der Tiere nach einer Vergesellschaftung einschätzen kann.
Das ist dann immer der Schuss in´s Blaue.
Fortresca hat geschrieben: ... Wie geschrieben, habe ich Katzen - ein entsprechendes Poster ist da und der Betrag, der monatlich für die Tiere zur Seite gelegt wird, soll entsprechend erhöht werden. Gibt es da einen Richtwert? Regelmäßige Untersuchungen zB, über die hinaus man finanzieren muss? Ich denke an Wurmkur und Impfung bei den Katzen zB...
Das vorhandene Polster ist schon mal gut.
Einen direkten Richtwert gibt es nicht, da Erkrankungen und die damit entstehenden Folgekosten gerade bei Reptilien zu unterschiedlich sind.
Persönlich halte ich monatlich einen Betrag von 50€ zurück der bei Nichtgebrauch in den Folgemonat übergeht.
Der wird dann für Fixkosten wie Kotuntersuchung verbraucht.
Allerdings hatte ich auch schon das Problem das eine Behandlung (incl. Operation) in einem Monat 180€ gekostet hat.
Da gab es dann eben für mich bis zum Monatsende das Mischbrot vom Discounter mit Margarine als Belag. (kein Witz)

Eine provisorische Wurmkur z.B. kann man aber wiederum ausschließen, da sie bei Bartagamen nur bei einem positiven Befund der Kotprobe nötig ist.
Fortresca hat geschrieben:
Gunman hat geschrieben:Auch ein Quarantäneterrarium solltet ihr noch in eure Rechnung mit einbeziehen.
Fortresca hat geschrieben: Danke für den Tipp, auf die Idee sind wir noch nicht gekommen. Wäre hier ein ehemaliges Aquarium nötig? Sonst ist das ja nochmal ein erheblicher Kostenfaktor.
Ein Aquarium ist eher ungeeignet, da es keine erforderliche Belüftung besitzt.
Bei 3...2...1 kann man recht preiswert Terrarien erstehen, die zwar optisch kein Highlight sind aber ihren Zweck erfüllen. :wink:
Fortresca hat geschrieben: Ach, schafft man sich die Tierchen nicht auch wen bischen an, um sie dann verwöhnen zu können? ;)
Das sollte wohl immer das Ziel sein und alle verantwortungsbewussten Halter sehen das genau so. :wink:
Zuletzt geändert von Gunman am 29.06.2011, 20:32, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Gunman
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kay95
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Beitrag von kay95 »

Erstmal finde ich es sehr gut und vernünftig, dass ihr euch so viele Gedanken darum macht, wie es den Tieren am besten gehen würde. :up:

Ich würde euch auf jeden Fall empfehlen, dass Terrarium nicht in euer Schlafzimmer zu stellen. Denn wenn ich es richtig verstehe bedeutet "Dachschräge" Dachboden & dies wäre mit einer sehr hohen Zimmertemperatur verbunden. Ich spreche aus erfahrung ;)
Und wenn die Zimmertemperatur zu hoch ist, kühlt das Terrarium nachts wahrscheinlich nicht genug ab..

2 Aussagen von Dir wiedersprechen sich leicht.
Wenn du die Tiere im möglichst jungem Alter holen möchtest, kann man das Geschlecht noch nicht genau bestimmen.
Und wenn du dann 2 Männchen oder 1 Männchen & 1 Weibchen holst, kann es entweder zu Rangkämpfen oder zu zu großem Stress für das Weibchen kommen..

Also ich kann euch nur raten, solange mit dem Kauf abzuwarten, bis die Geschlechter bestimmbar sind. ;)
Bei kaufen selbst, würde ich darauf achten, wie alt die Tiere sind ( am besten nicht unter 8-10 Wochen, da man sie vorher nicht trennen sollte ).
Und ich kann euch empfehlen besonders muntere Tiere zu kaufen, die beim Kauf nicht nur in der Ecke liegen.

Ich hoffe die anderen Forenmitglieder und ich konnten dir/euch etwas helfen ;)

Lg
Kai
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Dunja_Alex
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Beitrag von Dunja_Alex »

Also ich gebe meine Tiere auch nicht unter 8 Wochen ab aber wovon sollen die nicht getrennt werden? Du hälst sie doch eh nicht mit den Elterntieren zusammen. Ich hab hier Tiere sitzen die sind mit 6 Wochen schon so groß das ich sie abgeben könnte mach ich aber aus prinzip nicht.
Aber mit der Trennung das würde mich mal interessieren wie du das meinst.
Fortresca
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Re: Früh grübelt, wer ein guter Barti-Halter werden will...

Beitrag von Fortresca »

Guten Morgen

und erstmal Danke für die weitere Hilfe und Anregungen.
Ich wollte mir nicht widersprechen, sondern nur verschiedene Möglichkeiten andenken - noch steht ja nichts fest. Einzig haben wir gestern zu Terras gesurft und sind uns sicher, dass es ein Holzterra, kein komplett verglastes sein soll, mit viel Eigeninnenausgestaltung. Und wir haben Blauhalsagamen entdeckt, aber die scheinen ja sehr selten und nicht unbedingt Anfängertiere zu sein...
Gunman hat geschrieben:
Fortresca hat geschrieben: ... Wie geschrieben, habe ich Katzen - ein entsprechendes Poster ist da und der Betrag, der monatlich für die Tiere zur Seite gelegt wird, soll entsprechend erhöht werden. Gibt es da einen Richtwert? Regelmäßige Untersuchungen zB, über die hinaus man finanzieren muss? Ich denke an Wurmkur und Impfung bei den Katzen zB...
Das vorhandene Polster ist schon mal gut.
Einen direkten Richtwert gibt es nicht, da Erkrankungen und die damit entstehenden Folgekosten gerade bei Reptilien zu unterschiedlich sind.
Persönlich halte ich monatlich einen Betrag von 50€ zurück der bei Nichtgebrauch in den Folgemonat übergeht.
Der wird dann für Fixkosten wie Kotuntersuchung verbraucht.
Allerdings hatte ich auch schon das Problem das eine Behandlung (incl. Operation) in einem Monat 180€ gekostet hat.
Da gab es dann eben für mich bis zum Monatsende das Mischbrot vom Discounter mit Margarine als Belag. (kein Witz)
Okay, 50€ liegt definitiv im Bereich des Machbaren. Dass es mal deutlich mehr werden kann, ist klar. Wie gesagt, dafür gibts ein Poster und im Nptfall würde uns auch die Familie helfen.
kay95 hat geschrieben:Ich würde euch auf jeden Fall empfehlen, dass Terrarium nicht in euer Schlafzimmer zu stellen. Denn wenn ich es richtig verstehe bedeutet "Dachschräge" Dachboden & dies wäre mit einer sehr hohen Zimmertemperatur verbunden. Ich spreche aus erfahrung ;)
Und wenn die Zimmertemperatur zu hoch ist, kühlt das Terrarium nachts wahrscheinlich nicht genug ab..
Ja, wie gesagt, gibt es allein im Wohnzimmer noch zwei Möglichkeiten. Mit ein wenig Kreativität ließen sich wohl noch mehr Plätze in Flur oder Küche finden. Aber Wohnzimmer ist ja allein für uns Zweibeiner am nettesten, man will ja in wachem Zustand was von den Tieren mitbekommen...
kay95 hat geschrieben:Also ich kann euch nur raten, solange mit dem Kauf abzuwarten, bis die Geschlechter bestimmbar sind. ;)
Bei kaufen selbst, würde ich darauf achten, wie alt die Tiere sind ( am besten nicht unter 8-10 Wochen, da man sie vorher nicht trennen sollte ).
Und ich kann euch empfehlen besonders muntere Tiere zu kaufen, die beim Kauf nicht nur in der Ecke liegen.
Erstmal wollten wir auf jeden Fall warten, bis alles technische angeschafft ist usw. Dann wollen wir uns nach Züchtern umsehen und uns da erstmal unverbindlich umsehen. Meiner Meinung nach sind Züchter (egal, welcher Tierart) auch dazu da, über ihre Tierart zu informieren, nicht nur die eigenen Tiere zu verkaufen.

kay95 hat geschrieben:Ich hoffe die anderen Forenmitglieder und ich konnten dir/euch etwas helfen ;)
Oh ja auf jeden Fall :) Und ich hoffe, dass ihr meine vllt naiven/sinnloses Überlegungen noch etwas aushaltet und weiterhelft :)
Dunja_Alex hat geschrieben:Also ich gebe meine Tiere auch nicht unter 8 Wochen ab aber wovon sollen die nicht getrennt werden? Du hälst sie doch eh nicht mit den Elterntieren zusammen.
Wäre es also besser, gleichaltrige Tiere zu holen? Ich denke an eine Art "natürliche Dominanz" eines älteren Tieres oder eine Hilfe beim Lernen des Sozialverhaltens?
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Dunja_Alex
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Beitrag von Dunja_Alex »

Wichtig ist erstmal das der Größenunterschied nicht zu groß ist. Denn sonst wird das Kleinere mal ganz schnell Futter für die Großen. Also um zu der ganzen Sache mal was zu sagen.
Ich rate Leuten die gerad anfangen immer nur zu einem Tier erstmal und zwar zu einem Männchen was auch schon ein wenig größer ist. Jungtiere sind halt immer noch sehr anfällig und verzeihem einen nicht gut evtl. Fehler die man vielleicht noch am Anfang macht. Ich rate Anfängern zu keinem Weibchen aus dem einfachen Grund, dass dieses auch ohne Männchen Eier legen kann, sogenannte Wachseier. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.
Und bisher sind wir damit immer super gefahren, zumindest hat sich keiner unserer Bartikäufer bisher beschwert, im Gegenteil wir bekommen immer noch Fotos von unseren Nachzuchten geschickt. Zu einem Glasterrarium würde ich dir auch nicht raten das sind Energiefresser. Also wir haben Forrexterrarien. Die isolieren noch besser als Holz, sind super zu desinfizieren und man braucht lange nicht soviel Beleuchtung wie bei einem Holz- oder Glasterrarium. Ist aber auch alles eine Kostenfrage. Da ich selber bei einem Terrarienbauer arbeite kann ich nur für Forrex sprechen, denn die Leute die es einmal haben wollen nix anderes mehr. Fang mit der Gattung Pogona Vitticeps an, das sind die gängigsten. Natürlich kannst du auch mit Zwergbartagamen anfangen aber die gibt es nicht in so schönen Farben ;-)
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