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Ist Lebendfutter wirklich gut für Bartagame?

Fragen zur Fütterung: was, wann & wieviel

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folleth
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Ist Lebendfutter wirklich gut für Bartagame?

Beitrag von folleth »

Hallo,

ich binn das erste mal hier und hätte mal eine Frage.
Ich war heute beim TA weil mein Barti Würmer hat. Als ich den TA gefragt habe ob Mehlkäfer schlecht für Bartagamen sind hat sie mir gesagt dass Lebendfutter im anlgemeinem schlecht sind. Angebilch hat eine Universität festgestellt das Lebendfutter die häufigste Todesursache sei weil das Tier zuviel Nährstoffe bekommt (auf dauer Nierenversagen).
Ich höre das dass erste mal und wollte wissen ob jemad anderes etwas darüber weiß.
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britta
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Beitrag von britta »

Im ersten 3/4 bis zu einem Jahr brauchen sie diese Lebendnahrung - später im adulten Alter sollte eine Barti nur noch ein - zweimal in der Woche Lebendfutter bekommen. Der Fehler der meisten Halter liegt darin, dass sie auch ihre adulten Tiere weiterhin mit Lebendfutter vollpumpen und dann auch noch mit Würmern und Mäusen - und dann kommt es zur Verfettung der Organe und dem Versagen einiger Organe :wink:

LG Britta
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Pils
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Beitrag von Pils »

Hab vorher bei VOX, Menschen,Tiere und Doktoren angeschaut.
Da ist einiges über Bartis gekommen. Da meinte Der Facharzt für Reptilien aus der Tierklinik in München auch das Bartagamen reine Vegetarier sind und man keinerlei Lebendfutter seinen Bartagamen geben soll!
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folleth
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Beitrag von folleth »

Danke für die schnelle Antwort. Ich muss morgen nochmal zum TA, da werde ich ihn Fragen ob er mir die Nummer von der Uni geben kann. Am 2.4.09 ist eine Veranstalung wo ein Sprechervon der Uni über die Ernährung von Reptilien spricht. Dauert aber noch.
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Kampfdrache
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Beitrag von Kampfdrache »

Hey,

@ Pils, das habe ich auch gesehen und muß sagen das der TA nicht viel Ahnung hat :shock:

1. Sagte er: das es in der Wüste keine Grillen,Heimchen gibt. (was auch stimmt)

Dazu sage ich das man Barti´s auch nur sehr sellten in der Wüste antrifft und in der Steppe wo sie hauptschächlich leben genug an Käfer, Heuschrecken und anderen Getier rumkrabelt. Es ist auch bekannt das Barti´s andere kleine Echsen fressen wo auch eigene Artgenossen dazu gehören. Jeder Barti in der Natur wird Lebendfutter ganz klar bevorzugen.

Jetzt wird´s :offtopic:

2. Sagte er: Da hoffe ich das wir demnächst eine Kotprobe von ihr (Batidame) bekommen. :?

Ich sag nur: hätte er eine Kloakenspülung gemacht wüsste er innerhalb von nicht mal zwei Minuten ob sie Parasiten oder Würme hat. Das ist Zeit was er verschenkt, so wie die Dame aussah kann das noch lange daueren bis die Kot absetz vorallem wenn sie nicht richtig frisst. Bei dem Barti muß man handel nicht abwarten.

:sorry: für´s offtopic

Was mich jetzt nicht mehr wundert ist das Vermehrt die Frage aufkommt:
Kann ich mein Barti vegetarisch Ernähren?

Von mir ein ganz klares nein!
Es sind unsere Schützlinge die wir uns aus freien Stücken in´s Haus holen. Also sollten wir auch darauf achten das sie gut und Abwechslungreich ernährt werden. Dazu gehört eben nun mal auch Lebendfutter. Wer das jetzt nicht geben kann oder will hat sich das falsche Haustier angeschafft :wink:
MfG Kampfdrache

TSchG § 2 Abschnitt 3

Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte
Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.


5.1.0 Sceloporus s. cyanogenys
lama
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Beitrag von lama »

Ich bin auch der Meinung, dass eine adulte Bartagame vorwiegend vegetarisch ernährt werden sollte. Es gibt mehrere Studien über den Mageninhalt freilebender adulter Exemplare, die hatten 90% pflanzliches Material im Magen. Nachgewiesen ist, dass ein zu hoher Proteinanteil der Nahrung zu Nierenproblemen bis hin zum Versagen führen kann.
Mehr als ein bis zweimal die Woche Lebendfutter halte ich für äußerst bedenklich. Aber auch bei Pflanzen sollte auf die Nährstoffzusammensetzung geachtet werden und Abwechslung ist extrem wichtig.
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Wüstendrachen
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Beitrag von Wüstendrachen »

Es sei nochmal ganz klar gesagt, das eine überwiegende pflanzliche Nahrung nur bei Adulten Tieren stattfinden sollte :!:
Und keineswegs bei Juvenilen oder Subadulten Tieren!
Erst ab dem Semiadulten Stadium nimmt die pflanzliche Futtermenge zunehmend zu.

Jungtieren schadet zu wenig Lebendfutter in der Entwicklung ebenso, wie zu viel Lebendfutter Adulten Tieren gesundheitlich schadet.

Allso sollte eine ausgewogene Umstellung von Juvenilen Tieren von 90% lebend und 10% pflanzlichem Futter zu Adulten Tieren mit 10% lebend und 90% pflanzlichem Futter stattfinden!



Und zu den Usern die gestern Abend VOX geschaut haben sei gesagt,
dass nicht wenige Aussagen wie sie der "reptilien" Arzt im TV von sich gegeben hat, bei anderen hochnamigen Reptilientierärzten sehr umstritten sind.
Nich zuletzt ist eine Aussage eines Tierarztes wie diese:
Da hoffe ich das wir demnächst eine Kotprobe von ihr bekommen
Hoch verwerflich und hat wenig mit einem wirklich reptilienkundigen/vertrautem Tierarzt zutun, den eine Kotentnahme aus einem Reptil gehört zum Tierärztlichem Grundwissen. :shock:
Mfg Wüstendrachen

Phrynosoma p. calidiarum - Tribolonotus gracilis - Haplopelma lividum - Lampropelma violaceopes - Lampropelma sp. borneo black - Lampropelma nigerrimum - Poecilotheria regalis
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