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Mal wieder Kokzidien

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medici

Mal wieder Kokzidien

Beitrag von medici »

Tja, es hat mich auch erwischt. Ging auch relativ schnell.
Ich habe zwei Tiere seit April/Mai.
Beides Jungtiere von diesem Jahr. Ich habe bei beiden eine Kotprobe nach Zugang untersuchen lassen und erneut nach 2 Wochen, bevor ich sie zusammengesetzt habe. Neues Terrarium.
Vorher hatte ich keine Bartagamen.
Nun das Ergebnis der Kotprobe vor der Winterruhe: Hochgradiger Kokzidienbefall. Na toll. Muss ich mir ja durch Futtertiere eingeschleppt haben. Oder durch Grünzeug aus dem Garten?

Ich habe jetzt alle Foren durchsucht, was die effektivste - und einfachste - Variante der Bekämpfung ist. Dabei habe ich interessante Auffassungen gefunden. So haben mehrere langjährige Bartagamenhalter erklärt, dass sie trotz vielfältiger Maßnahmen (schwere Desinfektionsgeschütze, Ausbacken, Einfrieren, Kauf jeweils völlig neuer Einrichtungsgegenstände) in regelmäßigen Abständen erneut Kokzidien feststellen. Diese erfahrenen Halter/Züchter gehen jetzt dazu über, die Kokzidien nur noch zu behandeln, wenn das Tier durch weitere äußere Umstände geschwächt ist.
Wie seht Ihr das? Wenn ich mir in eine "saubere" Gruppe allein schon durch Futtertiere Kokzidien einschleppe, ist das doch ein fast aussichtsloser Kampf? Die Behandlung ist ja wohl sehr belastend für das Tier.

Desweiteren habe ich einen Beitrag gefunden, wonach ein ausgiebiges Abdampfen mit der Dampfente und Ausprühen mit Sterilium das Problem beseitigt haben soll. OHNE Entfernung aller Gegenstände.

Ich werde mir in jedem Fall eine Dampfente besorgen, da ich sie im Haushalt auch schon öfter haben wollte.
Die Einrichtungsgegenstände werde ich desifizieren und danach abflammen. Den Sand - ausbacken oder vor Ort mit Dampfente? - weiß ich noch nicht. Bin mir noch sehr unschlüssig ob der Vielzahl der Meinungen.

Wie sind Eure Erfahrungen? Wer hatte dauerhaft Erfolg? Womit?

Ratlose Grüße
Elke
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Wüstendrachen
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Beitrag von Wüstendrachen »

Wenn du die Vermutung hast das du dir Parasiten über Futtertiere einschleppst würde ich dir nahe legen einen anderen Futtertierliferanten zu suchen ;)
Das wäre z.B. eine möglichkeit an evtl. bessere Futtertiere /Qualität zu kommen und einen Parasitenbefall über Futtertiere zu minimieren/ vermeiden.

Bartagamen haben immer eine mindere Zahl an Parasiten in ihrem Körper dies ist unvermeidlich den damit leben sie!
Die Parasiten nehmen dann überhand wenn die Haltung / Pflege etc. nicht stimmt und die Bartis gesundheitlich nicht ganz fit sind sprich ein schwächeres Imunsystem wie andere haben!
Fazit Bartagamen leben mit einer kleinen anzahl von Parasiten und eine Behandlung wird dann nötig wenn das "gleichgewicht" überschritten wird da sonst eine Verendung des Tieres nahe liegt!
Ist die Haltung und Pflege von einer Bartagame annährend "perfect" so nehmen die wenigen Parasiten mit denen sie Leben auch nicht überhand.

Ein abdampfen kann in einigen fällen durchaus wirken jedoch würde ich dir nicht empfehlen Sand abzudampfen ;) entweder ausbacken oder neuen Sand. Zum einen ist der Sand zum abdampfen zu dicht und zu klein oder du kannst ihn später überall zusammensuchen ;) da bist bei den anderen beiden methoden besser dran :roll:

Ich persöhnlich finde das Säubern aller gegenstände sowohl Terrarium mit mehrfacher Desi behandlung und abwaschen mit heisem Wasser äußerst effektiv! Sowohl einen Sandaustausch.

Wir persöhnlich hatten nur die "Unerfreuliche" bekanntschaft mit Parasiten bei der erstanschaffung von Bartagamen und seither in keinerlei fällen (und unsere Tiere werden regelmässig kontrolliert und sehr gut gehalten)
Also sieht man das eine Haltung ohne Parasitenbefälle/vorfälle möglich ist ;)


P.S. jeder Halter hat andere Methoden und Arten um mit Parasiten im Terrarium etc. fertig zu werden, allso liegt es an dir Deine Methode zu finden ;) Denn hören wirst du immer unterschiedliche möglichkeiten und vorgehensweisen!
Mfg Wüstendrachen

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medici

Beitrag von medici »

Mmmhh - da die ersten Untersuchungen keinen Befund hatten, glaube ich wirklich an eine Übertragung durch Futtertiere. Mein Lieferant ist der beste, den ich in der Gegend kenne (glaubte ich jedenfalls). Die anderen Möglichkeiten (Fressnapf und andere Läden, die nicht so einen sauberen Eindruck machen) sind mir nicht so symphatisch. Ich werde mal suchen.

Die Haltungsbedingungen entsprechen hinsichtlich der Beleuchtung etc. den hier empfohlenen Bedingungen. Allerdings sind sie noch in ihrem Übergangsterrarium - 140/60/60. Ob es daran liegen kann? Kann ich mir nicht vorstellen, aber sie bekommen nach der Winterruhe ohnehin ihr Neues.

Den Sand werde ich austauschen.
Zudem habe ich gerade eine Dampfente und ein Desinfektionsmittel bestellt, das andernorts empfohlen wurde (Isopropanol). Ich werde eine Kombimaßnahme durchführen.

Die Winterruhe muss natürlich noch warten.
Hoffentlich bekomme ich das auch so gut in den Griff.
Viele Grüße
Elke
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Wüstendrachen
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Beitrag von Wüstendrachen »

Du kannst z.B. mal nach einem Online Handel suchen der Futtertiere verschickt, dort gibt es sehr gute und vertrauenswürdige Liferanten ;)

Es reicht schon ein schwaches Imunsystem damit Endoparasiten hochgradig ausbrechen oder manchmal z.B. auch ein sehr hoher Stressfacktor der die Tiere anfällig für sowas macht.
Mfg Wüstendrachen

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