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Kaiserschnitt Kosten Erfahrung

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GatorBoy88
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Kaiserschnitt Kosten Erfahrung

Beitrag von GatorBoy88 »

Hallo zusammen,

Ich habe keine Frage, sondern wollte einfach mal eine Erfahrung teilen und hoffe, dass ich hier richtig bin. Da ich letztens selber nichts über einen Kaiserschnitt bei Legenot gefunden habe und ich mir denke, dass noch mehr Leute mal danach googlen, was das so kosten würde und wie es abläuft, denke ich, es könnte hilfreich sein, das hier zu posten, damit andere Leute etwas dazu in der Suchfunktion finden.
Es geht um mein 14 jähriges Weibchen. Nachdem sie mit den ganzen Grabestellen, trotz tiefem Substrat und allem unzufrieden schien, ging ich zum Tierarzt. Ich hatte davor schon 2 mal Eier von ihr und diesmal war etwas komisch. Der Arzt sagte solange sie noch frisst und hell ist, müssen wir noch nicht überreagieren und er gab mir wehenfördernde Spritzen mit. Diese bewirkten, dass Wehen einsetzten, aber sie drückte vergebens und es kam kein Ei raus. Wieder ab zum Arzt und er machte ein Röntgenbild. Es ergab, dass die Eier sehr groß waren und es könnte ein Problem sein. Nochmal die Spritze ohne Erfolg und ihr ging es langsam schlechter. Der Arzt meinte darauf es hilft nur der Kaiserschnitt. Sie blieb ein paar Tage in der Praxis, wurde an einem Montag Vormittag operiert und blieb bis zum Freitag der Woche da. Es gab eine Narkosemaske und einen Schnitt am Bauch, alles war anschließend ok. Sie wurde direkt kastriert und einige Eier stellten sich als vereitert raus. Jetzt ist sie wieder bei mir und wird mit 3 Spritzen insgesamt nochmal aufgepeppelt. Gemachte Erfahrung: Nervöses rumlaufen und graben kann schnell auf Legenot deuten. Eine Woche Aufenthalt beim Arzt + OP ergab bei mir 261€. Die Narkose ist immer ein kleines Risiko und ich musste vorab eine Einverständniserklärung unterschreiben. Ich hoffe das hilft einigen Leuten weiter, Legenot muss man dringend frühzeitig erkennen, meine wäre an den verfaulten Eiern gestorben. Wenn jemand noch Fragen dazu hat, beantworte ich diese gerne.
Zuletzt geändert von GatorBoy88 am 25.02.2018, 18:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von ThoRaySta »

Ja, das mit den Eiern ist immer problematisch und es muss schnell gehandelt werden.
Im Eileiter ausgelaufene Eier oder ein geplatzter Dottersack ist auch nicht zu unterschätzen,
da Dotter, die Leibspeise für Salmonellen darstellt.
Wenn dann die Barriere im Eileiter bricht und sich die Bakterienherde im Bauchraum verteilen, ist das Tier tot.
Die OP kostete 300€ + die stationäre Unterbringung / Versorgung.

Ich/wir würden ihr wieder helfen.


Wie wir es bemerkten?

Akasha
Die Agame lief unruhig umher, fast schon Panisch, nichts konnte sie beruhigen.
Dieser unruhige Zustand ist mit dem Zeitraum 1-2 Wochen vor der Eiablage vergleichbar und
kann auch damit verwechselt werden.
Die Eier sind im Eierstock ausgelaufen und haben eine Infektion hervorgerufen, was eine Hormonausschüttung bewirkte, die der Agame eine Trächtigkeit suggerierten, obwohl es noch nicht Zeit war, die Eier auszutragen.
Sie wusste schlicht weg und ergreifend nicht mehr, wohin mit sich.
http://tcs-terrarien.org/index.php?atta ... humbnail=1
http://tcs-terrarien.org/index.php?atta ... humbnail=1
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Dieser aufgespulte Zustand hatte beim ersten Versuch sie in Narkose zu legen zur Folge, dass Akasha nicht auf die Narkose angesprochen hat
und die OP auf den nächsten Tag verschoben werden musste, weil das Risiko zu hoch war.


Pearl:
Bei einem Sturz geplatzte Dotterkugeln bemerkt man im Normalfall auch nicht, zumindest nicht unmittelbar nach einem Sturz.
Erst wenn die Agame das essen einstellt, der Schwanz sich inclusive der Flanken / + Kehlsack
dunkel färbt, das Tier immer unter dem Strahler liegt, den Kopf Richtung Wand oder in eine Ecke schaut, das Tier apathisch und schwach wirkt, dann ist es höchste Eisenbahn zum Tierarzt zu fahren...
Pearl, die vor kurzen diese Erkrankung/Vorfall hatte, der geht es wieder gut.
Meine Frau hatte rechtzeitig reagiert, sonst wäre Pearl jetzt tot.

Die Kosten beliefen sich für den Stationären Aufenthalt + Versorgung (ohne OP)
auf ca. 260€...
Ich für meinen Teil halte hier Geizig und Sparsam sein, für eine unpassende Geste,
denn wenn es einem Reptil mal so schlecht geht, dann ist es besser, wenn sich der
Tierarzt unmittelbar darum kümmert, denn uns als medizinischer Laie fehlt zum einen
die Zeit und zum anderen das Wissen und die Erfahrung.
Das ist meine Meinung!
Zuletzt geändert von ThoRaySta am 26.02.2018, 18:48, insgesamt 1-mal geändert.
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