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Bartagame '' würgt''

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Holgi2210
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Beitrag von Holgi2210 »

Damit habe ich nicht gerechnet. Der Befund der Pathologie liegt meinem TA vor, ich habe direkt ein Anruf bekommen, genaue Einsicht bekomme ich demnächst. Jedenfalls war mein Tier kerngesund und ist in meinen Augen Umsonst gestorben!
Was wurde gefunden? Obwohl ein Röntgenbild erstellt wurde zu lebzeiten konnte man ein verhängnissvolles Beinchen von einer Heuschrecke in der Speiseröhre finden was sich am Scheideweg zu Lunge festgesetzt hat.

was mich besonders ärgert ist die tatsache das 3 verschiedene TA nicht in der Lage waren soeine Diagnose zu stellen. vllt hatte das Tränken kurzzeitig linderrung geschaffen. Ich ärger mich so sehr darüber es nicht besser gewusst zu haben... das die Beine schaden können wusste ich, daher hab ich immer darauf geachtet die beine abzumachen...

Also meine Erfahrung ist es... tränken so vorsichtig und gut es geht... falls jemanden auch mal so etwas passiert.. ich vermisse die kleine so sehr
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Holgi2210
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Beitrag von Holgi2210 »

Tierart: Bartagame, Alter ca. 15 Monate, Gewicht 213 Gramm, Geschlecht: Weiblich. Bei der pathologisch-anatomischen Untersuchung zeigte sich das Tier in einem sehr guten Pflegezustand und ineinem guten Ernährungszustand. Als Hauptbefund war die Lunge hochgradig feucht und angefüllt mit einer teils klaren und teils schleimigen Flüssigkeit. Weiterhin fand sich im vorderen Teil des Magendarmtraktes eine massive Obstruktion des Ösophagus (Speiseröhre)/ Magens durch eine ca. 6.0 x 1.5 x 1.0 cm große, unverdaute Heuschrecke. Der vordere Magendarmtrakt war weiterhin gefüllt mit gelblichen bis schwarz-bräunlichen, angedauten Bestandteilen von noch mindestens einer weiteren heuschrecke. Im hinteren Magendarmtrakt befand sich bräunlich-grünliche, pastöse Ingesta (augeschwommen nahrung). In der phatologisch- histologischen Untersuchung zeigte sich in die Lunge deutlich angefüllt mit einer proteinreichen sowie glykoproteinreichen Flüssigkeit ohne Hinweise auf nennenswerte entzündlichen Reaktionen. In der Leber fanden sich mittelgradig fetteinlagerungen in den Hepatozyten. Der Magendarmtrakt zeigte soweit aufgrund fotgeschrittener Autolyse beurteilbar keine über die Makroskopie hinausgehende Befunde, Nieren, Ovarien, Pankreas, Herz, Gehirn und Maulschleimhaut waren ohne besonderen Befund. befundinterpretation: Hauptbefund und wahrscheinliche todesursache der spontan vernendeten bartagame war eine vollständige Obstruktion des Oesophagus durch eine heuschrecke sowie eine eingeschränkte Lungenfunktion durch eine hochgradige Ansammlung einer muzinreichen Flüssigkeit. Es fanden sich zum Zeitpunkt der Sektion keine Hinweise auf einen Endoparasitenbefall und keine Anzeichen einer Pneumonie.
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Gunman
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Beitrag von Gunman »

Hallo Holgi,
danke dass du den Befund noch nachgereicht hast.
Du solltest dir sicherlich keine Gedanken über das feststeckende Futtertier machen, das hat meiner Ansicht nach eine andere Bewandtnis.
Entscheidend dürfte eher das hier sein...
Als Hauptbefund war die Lunge hochgradig feucht und angefüllt mit einer teils klaren und teils schleimigen Flüssigkeit
Bartagamen besitzen ja keinen Kehlkopfdeckel, der Luft- und Speiseröhre wechselseitig verschließt.
Das würgen kam sicherlich von der Schleimansammlung im Lungenbereich, da ein direktes abhusten den Tieren ja nicht möglich ist, da sie kein Zwerchfell besitzen.
Sicherlich wurde dann das abschlucken des Futtertieres dadurch behindert.

Du solltest dir also keine Vorwürfe machen, es war einfach nur eine Verkettung unglücklicher Umstände.
Gegen manche Dinge kann man eben leider nichts ausrichten, so sehr man sich auch bemüht. :(
Gruß Gunman
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WIR haben uns die Tiere nach Hause geholt, also sollten WIR sie auch bestmöglichst versorgen!
Don't be confused by the lies of the fools and deceivers, hope and believe in the things, that we need to survive... Don´t lock me in a cage !
Lyrics from "Gift Of Faith" by Toto
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