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Fragen zur Behandlung mit Panacur..ungewöhnliche Dosierung

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Lilya
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Fragen zur Behandlung mit Panacur..ungewöhnliche Dosierung

Beitrag von Lilya »

Informationen zur Haltung:
Anzahl: 2
Alter: 3 1/2 Monate
Geschlecht:
Größe: KRL 10cm
Gewicht: 15g
Terrariumgröße: 150x80x80 momentan noch in Quarantäne
Beleuchtung: Im richtigen Terrarium: 2xLR Daylight sun T5 54w, LR BS Desert 70w, 2xLR Halogen sun 75w, In Quarantäne: 1x LR BS 35w, 1x LR Halogen sun 50w, 1x LR daylightsun compact
Vitamin und Calziumversorgung: 2x pro Woche bestäuben der Futtertiere mit Korvimin, Sepiaschalen (zerbröselt) immer verfügbar
letzte Kotuntersuchung: 13.08.12 positiv auf Oxyuren (leichter Befall)
bisherige Krankheiten: leichter Befall von Oxyuren
bisherige Behandlungen: noch keine soll heute beginnen
Tierarztbesuch:
Auffälligkeiten:
Ernährungszustand:
Wie lange schon in Besitz des Tieres: 3 wochen und 3 Tage

Hallo zusammen,

Ich habe mal eine Frage bezüglich der Behandlung mit Panacur.
Zunächst mal eine kurze Einführung: Ich habe am 13.08 das Ergebnis der 1. Kotuntersuchung meiner beiden bekommen und in dem stand das sie beide einen leichten Befall von Oxyuren haben. Das Mittel welches ich verabreichen soll heißt Panacur. Nun zum eigentlichen Problem : ich konnte die Dosierung nicht mit der Tierärztin selbst absprechen da sie wegen eines Leistenbruchs im Krankenhaus liegt. Sie hat mir jedoch eine Info zukommen lassen das, auf Grund des Gewichts und der Größe der beiden, die Dosierung etwas schwieriger ist als normal. Sie hat sich mit einer Kollegein beraten die meinte das sie das so handhabt, dass bei Jungtieren alle 3 Tage einen Tropfen des Mittels verabreicht werden soll und das 5mal. Dann sollte nach 6 Wochen nochmal eine Kotprobe abgegeben werden.

Mir kam das etwas ungewöhnlich vor, da ich bis jetzt immer gelesen habe das das Mittel über 3 Tage gegeben mit anschließender Pause. Habt ihr da ewentuell ähnliche Erfahrungen oder war meine Vermutung das es merkwürdig ist doch berechtigt?

Würde mich über eine schnelle Antwort freuen da ich heute mit der Behandlung beginnen soll.

Danke schonmal im Vorraus =)

Liebe Grüße Meike
Es heißt zwar "nach"denken aber man sollte es lieber "vor"her tun^^
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Gunman
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Beitrag von Gunman »

Hallo,
eine direkte "Behandlungsvorschrift" gibt es in dem Sinne nicht.
Bei der Medikation kommt es immer darauf an, wie die Suspension ist, also die "Verdünnung" mit NaCl oder anderen Lösungsmitteln.
Je geringer die Suspension ist umso weniger musst du natürlich auch von dem Medikament verabreichen und auch dem entsprechend längere Zeiträume dazwischen einhalten.

Wenn du jetzt jeweils nur einen Tropfen geben sollst, denke ich dass es sich nur um eine geringe bis gar keine Suspension handelt.
Genaueres weiß dann allerdings nur die behandelnde Tierärztin.
Im Zweifelsfall einfach noch mal fragen.

6 Wochen Wartezeit nach der Behandlung finde ich persönlich jetzt etwas sehr lang, aber ich bin auch kein Veterinär-Mediziner. 8)
3-4 Wochen nach der Behandlung sollte eigentlich erkennbar sein, ob noch ein Befall vorliegt.
Wichtiger ist hier meiner Ansicxht nach das es sich um eine Sammelprobe handelt, also Kot drei mal hintereinander gesammelt wird und dann geschlossen untersucht wird.
So kann man dann auch ziemlich sicher sein, dass wirklich keine Parasiten mehr vorhanden sind, da sie (und deren Eier) ja nicht bei jedem Kotabsatz ausgeschieden werden.
Möglicherweise ist bis dahin aber ja auch schon deine andere Tierärztin wieder da und du kannst sie zu diesem Thema nochmals befragen.
Zuletzt geändert von Gunman am 17.08.2012, 13:56, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Gunman
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Lilya
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Beitrag von Lilya »

Danke für die schnelle Antwort Gunman =),

Also auf der Verpackung steht "Suspension 10%".
Ich denke ich werde nach 3-4 wochen nach der Behandlung mal eine sammelprobe abgeben und die Behandlung werde ich dann so durchführen wie die Ärztin gesagt hat. Sie wird da schon Ahnung haben. Mir kam nur die Abfolge der Behandlung merkwürdig vor aber naja. Das wird schon werden^^

Ich bedanke mich nochmals für die Anwort und werde wenn es neue Erkenntnisse gibt wieder schreiben =)
Es heißt zwar "nach"denken aber man sollte es lieber "vor"her tun^^
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Gunman
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Beitrag von Gunman »

10% ist wirklich nicht viel, von daher wahrscheinlich auch die geringe Dosierung.
Außerdem schreibst du ja von einem leichten Befall.
Da muss man bei Oxyuren nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen. :wink:
Einige TA behandeln leichten Befall manchmal gar nicht sondern lassen der Natur ihren Lauf und warten ob sich die Sache nicht von selbst klärt.
Jeder hat da eben andere Ansichten darüber. :roll:

Gedanken über eine falsche Behandlung musst du dir meiner Ansicht nach nicht machen.
Wie gesagt ist es ja nur ein leichter Befall und Panacur ist ja jetzt auch nicht so ein kompliziertes Mittel, dass ein Tropfen zu viel oder zu wenig ernsthafte Folgen hat.
Trotzdem belastet es ja die Organe die es verarbeiten müssen und von daher ist es schon ganz gut wenn man das nicht gleich mit dem Holzhammer in das Tier hineintrümmert.
Sollte also alles schon so weit passen. :mrgreen:
Gruß Gunman
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Sunshinee
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Beitrag von Sunshinee »

Hallo :)

Du bist ja eigentlich schon zu einer guten Entscheidung gekommen, drum nur nochmal für dich zur Info:
Als ich Lemmy bekommen habe, war er auch sehr klein und dünn (20g) und wir hatten auch Parasiten, allerdings nicht "nur" Oxyuren und einen relativ hohen Befall.
Gegen die Oxyuren haben wir auch Panacur bekommen. Auch bei uns meinte die TA die Dosierung ist schwer. Ich sollte drei Tage lang einen Tropfen geben, den ich selbst vorher mit einem Tropfen Wasser verdünne.
Hat super geklappt und die Viecher waren auch schnell weg (im Gegensatz zu dem ganzen anderen Kram den er hatte...)
Ich denke mal, grade weil sie so klein sind und das mittel eben doch schwächt, ist es nicht verkehrt, wenn zwischen jeder Gabe etwas Pause ist. und wenn sich deine TA sogar noch mit einer anderen abgesprochen hat, müsste das schon in Ordnung gehen!

Dann wünsch ich deinen mal noch gute Besserung :)
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DarkLucifa
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Beitrag von DarkLucifa »

Bei mit hat gestern der TA auch Panacur verschrieben, er hat allerdings auch gleich dazugesagt, das er das selber zusammenmischt, angepasst an die Parasitenarten oder so^^

Ich habe auch eine dünne plastikspritze bekommen und soll nun über 3 Tage 1x/Tag 0,3 ml oral verabreichen (wird nehme ich an auch dementsprechend verdünnt sein da er ja sagte, dass er da erst was mischen muss^^)

Bin mal gespannt wie das Ergebnis aussehen wird... mir tut mein kleiner Gizmo voll leid, da er doch sicherlich die ärgsten Bauchschmerzen hat und es ungewiss ist, wie lange, dass nun schon so ist (habe ihn erst bekommen) -.-

LG
Dark
MarcusB
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Beitrag von MarcusB »

Der Wirkstoff in Panakur das Fenbendazol wird laut Wiki kaum resorbiert,das heißt das meiste verbleibt das wo es sein soll im Darm.Es soll wohl selbst eine 10fache Überdosierung ohne folgen sein.Aber ob das jetzt nur für Säugetiere oder auch wechselwarme Tiere gilt weiß ich jetzt nicht.Meine Schildkröten bekommen es jetzt schon das 2te mal im abstand von 2 Wochen, jeweils 2 tage lang wie vom Tierdoc verordnet und sie sind viel lebhafter, man merkt ihnen die Behandlung nur im positiven Sinn an .
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Gunman
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Beitrag von Gunman »

Wiki ist allerdings auch nicht allwissend.
Da steht stellenweise auch ziemlicher Unsinn, kommt eben immer darauf an wer es geschrieben hat und wer es letztendlich überprüft hat.
Als Maßstab zur Reptilienhaltung ist es unbrauchbar.

Gerade die Behauptung dass eine 10fach Überdosierung von Panacur problemlos sein soll halte ich für grob fahrlässig und möchte sie hier auch nicht so stehen lassen.
Das kommt immer auf den Zustand des Tieres an und auch in wie weit das Medikament vertragen wird.
Wenn die Tiere hinterher lebhafter sind, so hat das definitv nichts mit Panacur als Medikament zu tun, sondern dass dadurch der Parasitenbefall verringert wurde.
Es bleibt nach wie vor ein Medikament das die Organe ersteinmal belastet.
Eine leistungsfördernde Wirkung im herkömmlichen Sinne hat es nicht.
Gruß Gunman
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Beauty-Dragons
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Beitrag von Beauty-Dragons »

Hallo,

also ich kann mich Gunman nur anschließen. Solche Behauptungen, wenn du sie auch woanders gelesen hast, empfinde ich als sehr gefährlich.

Was die Panacur-Dosierung ansich angeht: Es gibt Tiere die Panacur gut vertragen. Genauso gibt es aber auch Tiere, die es net gut vertragen und nach der Gabe von Panacur auffällig werden.

Ich kann mir net vorstellen, daß eine 10fache Überdosierung ohne Folgen bleiben soll.

P.S. Ist net böse gemeint.Aber ich verlasse mich auf meine eigenen Erfahrungen. Und es ist nunmal so, daß die Tiere sehr unterschiedlich reagieren...
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